CDU Fraktion im Rat der
Stadt Wunstorf:
Rechte in Wunstorf
Sehr geehrter Herr Tugendheim,
zum Thema politisch Rechte in Wunstorf hier eine Stellungnahme und
Presseerklärung der CDU Fraktion.
Es ist traurig und verwerflich, dass politisch Rechte aus Wunstorf mit
Gleichgesinnten durch Deutschland touren. Auf diesen Demonstrationen
werden von Ihnen Gewalt- und Straftaten begangen.
Sicher muss man dabei auch auf die "Qualität" und nicht nur auf die
"Quantität" schauen, denn bei drei Leuten in Relation zu 42.000
Einwohner kann man wohl kaum von einer Szene sprechen.
Das lässt sich kaum im Promille-Bereich darstellen.
Ebenso steht die politisch linke Szene in und um die Wohnwelt im Fokus,
da auch hier Einzelne sich im "Klassenkampf" gegen den politischen
Gegner gewalttätig hervorgetan haben. Aber noch sind wir nicht in
der Weimarer Republik. Der politische Wettbewerb darf und soll mit
demokratischen Mitteln attackiert werden, aber nicht im
Straßenkampf. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und seinen ausführenden
Organen.
Nichts desto trotz werden wir die Sache im Auge behalten genau so wie
die gewaltbereite politisch Linke Szene. Es geht um Wunstorf und seinen
guten Ruf. Wir lassen uns von keiner militanten Gruppierung, egal wie
sie politisch motiviert ist, unsere schöne Stadt verunglimpfen. Wir
unterscheiden nicht in politisch links oder rechts wenn es um
Gewaltbereitschaft geht! Die Anwendung von Gewalt als probates Mittel
zum Zweck oder zumindest die Toleranz der selben ist bei beiden
Gruppierungen vorhanden. Das wollen wir nicht hinnehmen.
Deshalb hat die CDU -Fraktion einen Besuch des Niedersächsischen
Verfassungsschutzes mit einem entsprechenden Bericht zum Thema beim
Bürgermeister eingefordert. Auf einer der nächsten Sitzung sollen
die Ratsmitglieder zur Situation unterrichtet werden. Anschließend
werden die Fakten in der Fraktion diskutiert. Wenn Gefahr im Verzug ist,
wird die CDU entsprechende Antworten finden.
Im übrigen hat unser Bürgermeister bereits mehrfach öffentlich gefordert
Rechte Parteien verfassungsmäßig verbieten zu lassen.
Jörg Uebelmann, Fraktionsvorsitzender

05/2009
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